Lustige Geschichten
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"Die sonderbare Fabrik"

 

Winkis schöne Heimat

Auf einer großen Wiese, wo die Sonne besonders schön scheint und die Blumen wunderschön duften, wohnt der kleine Falke Winki. Er wohnt in einer alten Eiche, die vielen Bewohnern des nahen Waldes als Rastplatz dient. Sein Nest besteht aus kleinen alten Brettern von einem Schuppen, der hier mal stand.

Der kleine Falke ist froh, dass er hier untergekommen ist. Denn hier ist es ruhig, die Vögel singen ihre Lieder und man kann den Blick zum nahen Wald genießen. Doch im Moment langweilt Winki sich. Er möchte mal wieder etwas Spannendes erleben.

 

Die Reise ins Abenteuer

Plötzlich hört er etwas rumpeln. Er schaut aus seinem Bretternest hinaus und sieht einen Lieferwagen. Ein Mann steigt aus, sammelt die Äste vom Boden auf und legt sie auf die Ladefläche. „Was der wohl vorhat?“ überlegt Winki.

Er fliegt auf den Mann zu und beobachtet ihn. Doch irgendwann wird ihm das zu langweilig.

Er fliegt zur Ladefläche und versteckt sich unter den Ästen. „Vielleicht bringt mich der Lieferwagen irgendwo hin und ich kriege doch noch mein Abenteuer!“ denkt er.

Kurz darauf fährt das Auto auch schon los. Es geht über einen holprigen Sandweg, dann kurz auf einer alten Landstraße entlang und in eine Nebenstraße. Dann taucht ein sehr großes Gebäude vor ihnen auf.

 

Es geht abwärts!

Er liest die Aufschrift über dem Tor: „ERFINDUNGEN ZUM BESTELLEN UND BAUEN“ steht in großen Buchstaben darauf. Neugierig fliegt Winki von der Ladefläche auf das Dach.

Doch plötzlich wackelt es unter seinen Krallen. Da bemerkt er, dass er auf einer Art Falltür steht, die sich nun durch sein Gewicht öffnet.

Er kann nicht mehr zur Seite springen und fällt in die Tiefe. Fast ist er in ein Öl-Container gefallen. Er kann sich gerade noch an einer Stange festhalten.

Mit aller Kraft zieht er sich durch eine große Luke, die auch nur angelehnt ist.

 

Winki in Lebensgefahr

In der Halle, wo er jetzt ist, stapeln sich die verschiedensten Sachen. Winki hüpft vorsichtig den Flur entlang.

Plötzlich hört er aus einem Büro eigenartige Geräusche. Vorsichtig guckt er durch einen Spalt in der Tür. Er sieht, wie ein dicker Mann an einem Computer sitzt. Neugierig schleicht sich Winki heran.

Als er fast sehen kann, was auf dem Bildschirm steht, bemerkt ihn der dicke Mann und schreit wütend: „Was hat ein Falke in meinem Büro zu suchen? Raus hier, oder ich mache Hackfleisch aus dir!“

Mit einem Stock in der Hand versucht er, Winki zu vertreiben.

Erschrocken weicht Winki den Schlägen aus. Verzweifelt sucht er nach einem Ausgang.

 

Die Rettung

Plötzlich sieht er weiter hinten eine Tür mit der Aufschrift „AUSGANG“. So schnell er kann fliegt er zu der Tür.

Er hat Glück: Die Tür ist nur angelehnt. Geschickt drückt er mit seinem Schnabel die Tür auf und saust blitzschnell durch den Ausgang.

Der Mann ruft wütend hinter ihm her: „Wehe du kommst noch einmal in mein Büro! Sonst landest du wirklich in der Bratpfanne.“

Winki fliegt aufgebracht auf das Fabrikdach. Von dort aus sieht er, wie ein Lastwagen gerade das Gelände verlassen will.

Rasch saust er auf das Dach vom Laster und krallt sich dort fest. So kann er unbemerkt entkommen.

 

Endlich wieder zu Hause!

Als er an seiner Wiese vorbeikommt, erkennt er erleichtert sein Zuhause.

Er fliegt zu seinem Nest und sucht sofort alle Postkarten zusammen, die er finden kann.

Nachdem er genug Karten gefunden hat, fängt er sofort an, all seinen Freunden von seinem Erlebnis zu schreiben.

Zum Glück habe ich auch eine Karte von ihm bekommen.

Ich freue mich schon auf sein nächstes Abenteuer.

Du auch?

Bis dann.

 

Ende

 

 

 

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