Lustige Geschichten
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Der Kaninchen-Dieb

 

Ein Kaninchen fehlt!

Herbert und seine Kollegen arbeiten im Moment ohne Pause. Der Tierarzt ist da, und Herbert und die anderen müssen alle Tiere fangen und sie zum Arzt bringen: Die Hirsche, Wildschweine, Wildkatzen, Dachse, Mäuse, Füchse, Eulen, Wölfe und Kaninchen.

Aber bei den Kaninchen ... da fehlt ja eins! Herbert ruft sofort alle Tierwärter herbei. „Guckt es euch an. Ein Kaninchen ist weg!“ Die Tierwärter sind sprachlos, aber Herbert wundert sich kein bisschen. „Jonas hat wahrscheinlich wieder einmal vergessen die Pforte abzuschließen.“ Alle außer Herbert gehen.

 

Wer hat die Käfigtür aufgelassen?

Da sagt Herbert zum Tierarzt: „Hast du vorhin etwas Seltsames gesehen oder bemerkt?“ „Ja!“ sagt der Tierarzt. „Vorhin war ein Mann am Kaninchengehege und hat die Pforte aufgelassen.“ „Gut! Das war Jonas, da bin ich mir ganz sicher! War es neun Uhr früh?“ „Ja!“ sagt der Tierarzt. „Gut!“ sagt Herbert noch und geht davon, um noch mehr Tiere zu fangen. Also geht wieder alles normal wie von Anfang an.

Bald haben sie alle Tiere gefangen und untersucht. Um halb fünf gehen sie ins Büro. Da sagt Herbert: „Jonas, kannst du dich vielleicht an irgendetwas erinnern?“ „Nein.“ sagt Jonas. „Ich war heute zwar bei den Kaninchen, aber die Tür vom Kaninchenkäfig habe ich verschlossen.“ „Bist Du dir auch ganz sicher?“ fragt Herbert. „Ja, ich bin mir ganz sicher. So wie eine Maus im Mauseloch.“ sagt er lächelnd.

 

Jonas erinnert sich.

„OK. Dann haben wir jetzt Feierabend.“ Alle gehen nach Hause. Am nächsten Morgen sind drei Polizisten da. Sie suchen nach Fußspuren, Fingerabdrücken und Materialien, die die Verbrecher verloren haben könnten. Da sagt Herbert, als alle Tierwärter versammelt sind: „Wie ihr seht habe ich ein paar Polizisten angerufen. Sie versuchen irgendetwas zu finden.“

„Ah!“ sagt Jonas. „Ich glaube, ich weiß wie die Pforte aufgegangen ist!“ „Ach ja?“ fragt Herbert erstaunt. „Und wie?“ „Ich habe gestern irgendeinen Mann gesehen! Tut mir leid. Ich habe vergessen, es euch zu sagen.“ sagt Jonas. „Ist ja nicht schlimm.“ sagt Herbert ein bisschen nervös.

 

Alle gehen auf Räuberjagd.

„Hast du den Mann erkennen können?“ fragt Herbert. „Ja! Der Mann hatte eine braune Jacke und eine graue Hose an. Mehr konnte ich nicht sehen.“ Mittlerweile waren die Polizisten zu ihnen gekommen und hatten mitgehört. Zehn Minuten später kommen fünf Polizeiwagen zum Tierwald. Ihnen wird erklärt wie der Mann aussieht, und dann fahren sie sofort los, um den Mann zu fangen.

„Ich schlage vor, wir gehen zur Zeitung, und schreiben was hier vorfällt.“ sagt Uwe. „Nein, das geht nicht. Was ist, wenn der Mann Zeitung liest?“ ruft Herbert. „Stimmt!“ sagt Uwe. „Wollen wir dann nicht helfen?“ „Wobei?“ fragt Herbert. „Beim Räuber fangen!“ erklärt Uwe. „Gute Idee!“ sagt Herbert. Die beiden eilen zusammen mit den anderen Tierwärtern sofort los, um den Dieb zu fangen.

 

Das neue Kaninchen

Zwei Tage später kommt Herbert mit sehr guter Laune zum Eingang des Büros. „Was hast du Herbert?“ fragt Matthies. „Die Polizei hat den Räuber erwischt!“ sagt Herbert sehr fröhlich. Alle außer Martin gucken wieder fröhlich. „Was hast du Martin?“ fragt Herbert besorgt. „Ich möchte - auch wenn der Dieb gefangen ist - ein neues Kaninchen.“ „Gut!“ sagt Herbert. „ich werde ein Kaninchen kaufen.“ „Danke!“ sagt Martin und geht ins Büro, weil es schon neun Uhr ist.

Am nächsten Morgen kommt Herbert mit einem kleinen Kaninchen ins Büro. Es hat lange weiße Ohren und große weiße Tupfer auf seinem schwarzen Fell. Außerdem hat es ein flauschiges Puschelschwänzchen und einen schönen gleichmäßigen Schnurrbart. „Oh, ist das süß!“ rufen alle. „Es soll Flauschi heißen!“ meint Jens. Die anderen sind begeistert und freuen sich auch, dass jetzt wieder alles normal weiterlaufen kann.

Ende.

 

Diese Geschichte am 20.03.2008 von Paul Dahl (Jahrgang 1999) ausgedacht und aufgeschrieben.

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